Herber Rückschlag

Eigentlich wollten wir die Saison entspannt und mit einem Lächeln beenden und unsere kleine Chance auf den Titel in der Deutschen Rallye Serie nutzen. Doch beim Stehr Rallyesprint in Storndorf (Hessen) lief diesmal alles ein bißchen anders. Eine sehr kompakte Veranstaltung mit vielen Rundkursen, in deren Mittelpunkt das zuschauerfreundliche „Stehrodrom“ und vor allem der Spass liegt. Ob dies allerdings eines Endlaufes einer Nationalen Rallyeserie würdig ist, möchte ich bezweifeln.

Den Beginn bildete der lange Nachtrundkurs „Storndorf by Night“. Zügig holten wir während der ersten 2 Kilometer auf ein vor uns fahrendes Fahrzeug auf. In dessen aufgewirbeltem Staub verpassten wir jedoch den Bremspunkt für einen T-Links-Abzweig und knallten fast ungebremst frontal in einen tiefen Graben. Das war es. Titelträume ausgeträumt.

Dank des Kopf und Nackenrückhaltesystems HANS, hatten wir außer ein paar blauen Flecken im Schulterblattbereich und einem verletzten Stolz keine weiteren Blessuren. Allerdings nahm die „Susi“ schweren Schaden. Durch den harten Aufprall wurden die komplette Front des Fahrzeugs zerstört und die Vorderachse um 15 cm nach hinten verschoben. Mit hängenden Gesichtern und schwerem Herzens mussten wir den Swift aufladen. An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei der Sicherungsstaffel bedanken, die uns beim Aufladen so tatkräftig unterstützten.

„Wir bauen Euch ein neues Auto“ munterten uns unsere Mechaniker beim nächtlichen Trostbier wieder auf und bleibt für mich als Satz des Wochenendes hängen. Vorrausschauen und Abhaken. Auch Unfälle gehören zum Rallyesport dazu. Das mussten wir diesmal bitter erfahren.

Nach diesem Nullergebnis fielen wir auf den undankbaren 4. Platz in der Deutschen Rallye Serie zurück. Unsere Glückwünsche zur verdienten Meisterschaft gehen daher an unsere größten Konkurrenten des Jahres Robert Stöber und Thomas Wölfel im VW Lupo. Toll gemacht Jungs, aber beim nächsten Mal tauschen wir die Plätze...